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Deutsche Reeder gegen EU-Pläne für Emissionshandel

©APA (dpa)/A3390 Kay Nietfeld

Hamburg - Die deutschen Reedereien kritisieren die EU-Pläne zur Einbeziehung der Schifffahrt in den Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten. Durch den Emissionshandel werde den Unternehmen Geld entzogen, das sie in ihre Schiffe investieren müssten, um klimafreundlicher zu werden, erklärte der Branchenverband VDR in Hamburg. Für den Klimaschutz werde dadurch nichts gewonnen. Die Schifffahrt sei wie kaum eine andere eine internationale Industrie und brauche weltweit geltende Regeln, betonte VDR-Präsidiumsmitglied Ralf Nagel. "Wir haben Zweifel, dass durch einen regional begrenzten Emissionshandel das Entscheidende, nämlich nachhaltig weniger CO2-Ausstoß, geschafft wird." In der Luftfahrt, die bereits in den europäischen Emissionshandel einbezogen ist, sei dies jedenfalls nicht gelungen.  

"Ein europäisches System, das im Wesentlichen ein Finanzierungsinstrument für den EU-Haushalt ist, halten wir für den falschen Weg", sagte Nagel weiter. Geeigneter wären Regeln zur CO2-Regulierung im Rahmen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO. In deren Gremien werde bereits intensiv um Maßnahmen gerungen, die sowohl für neue Schiffe als auch die existierende Flotte gelten sollten. Die EU solle lieber ihren Einfluss für eine globale Lösung einsetzen. "Es ist schon lange keine Frage mehr des Wollens", erklärte Nagel mit Blick auf die Reeder. "Die spannende Frage ist, wie kriegen wir es hin, so schnell wie möglich konkret CO2 runterzufahren." Nagel verwies auf den seit 2020 weltweit geltenden Schwefelgrenzwert für Schiffstreibstoff. Bei dessen Festlegung habe die IMO bewiesen, dass sie die Schifffahrt global regulieren könne. 

Nach dem Willen des EU-Parlaments und der Kommission sollen Übersee-Schiffe, die europäische Häfen anlaufen, von 2022 an in den Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten einbezogen werden. Damit würden Schiffseigner gezwungen, die entsprechenden Zertifikate zu erwerben.

Bisher ist die Schifffahrt von den Klima-Zielen der Europäischen Union ausgenommen, die bis 2050 "Klima-neutral" werden will. (Schluss) pro/nw (APA/ag).

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