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Deutscher Lokführer-Streik trifft ÖBB auch im Güterverkehr

©APA/dpa/Sebastian Kahnert

Berlin - Der Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn trifft die ÖBB nicht nur im Personen-, sondern auch im Güterverkehr. Ab 17 Uhr beginnt die dritte Streikrunde im laufenden Tarifstreit. Erneut rief die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zunächst im Güterverkehr zum Arbeitskampf auf. Die ÖBB Rail Cargo erarbeite in der Zeit der Streiks im Bedarfsfall individuelle Routen, um die Waren sicher und effizient an ihre Zielstandorte zu transportieren, so die Bundesbahnen zur APA. "Da der nun angekündigte Streik deutlich länger ist als die beiden vorangegangenen, könnten die spürbaren Auswirkungen stärker ausfallen - das hängt aber vor allem davon ab, wo konkret gestreikt wird", räumte man bei den ÖBB am Mittwoch ein. In Deutschland sieht sich die chemische Industrie aufgrund der Streiks bereits mit verstärkten Lieferproblemen konfrontiert. Die erneute Unterbrechung der ohnehin äußerst angespannten Lieferketten gefährde die wirtschaftliche Erholung, warnte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen laut dpa. 

Bei den beiden ersten Streiks in Deutschland hätten sich die Auswirkungen auf die ÖBB Rail Cargo in Grenzen gehalten, hieß es.

Einzelne Züge seien ausgefallen bzw. konnten nicht verkehren im Ausmaß von unter 10 Prozent. "Es kam zu einigen Verspätungen, die auch Folgewirkungen gezeigt haben, wie z.B. Rundlaufverspätungen und Ausfälle von Folgezügen", sagte ein ÖBB-Sprecher. 

Die Deutsche Bahn kündigte an, bestimmte Güterzüge in Abstimmung mit den Frachtkunden zu priorisieren. Der Konzern werde versuchen, insbesondere versorgungsrelevante Güter pünktlich zuzustellen. Die Gewerkschaft kämpft mit dem Streik unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld für die Beschäftigten. Aufgerufen sind nicht nur Lokführerinnen und Lokführer, sondern ab Donnerstag auch das Personal in der Infrastruktur.

Es soll dann auch der Personenverkehr bestreikt werden. Das Ende der Aktionen hat die deutsche Gewerkschaft für den kommenden Dienstag angekündigt. Insgesamt dürfte der Bahnverkehr damit mehr als fünf Tage lang erheblich eingeschränkt sein. Bei den ÖBB sind bei den ersten Streiks einige grenzüberschreitende Verbindungen von und nach Deutschland ausgefallen. pat (APA/dpa-AFX)

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