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EU richtet GÜTERMOBILITÄT strategisch neu aus

(ZV-Branchenreport Seite 33)

©BLD-Online_kapsch

2022 wird im europäischen Güterverkehr vieles neu. Was aus Sicht des Zentralverbandes wichtig wäre: eine Mautbefreiung für alle CO2-freien Fahrzeuge.

Im kommenden Jahr tritt das EU-Mobilitätspaket I in Kraft – und es bringt jede Menge Neuerungen für den gewerblichen Güterverkehr in den Mitgliedstaaten. Es verändert die Rahmenbedingungen im EU-Straßengüterverkehr, weil es inhaltlich um ganz zentrale Themen geht wie beispielsweise die Neuregelung der Kabotage, die Heimkehrpflicht der Lkw-Fahrer oder Entsendung derselben, aber auch der Lenk- und Ruhezeiten. In der europäischen Speditionswirtschaft geht man davon aus, dass sich die neuen Regelungen kostenseitig niederschlagen werden und sich dadurch der Gütertransport auf Schiene und Straße verteuern wird. Entsprechende Studien dazu sagen das jedenfalls voraus.

Fahrer anmelden Die Regelungen betreffen Spediteure, Versender, Auftragnehmer und Unterauftragnehmer. So müssen etwa Lkw-Fahrer bei Entsendung im grenzüberschreitenden Verkehr oder bei Kabotage-Fahrten dem Internal Market Information System (IMI) gemeldet werden und die EU-Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass die Arbeits und Beschäftigungsbedingungen, die in internationalen Rechts- und Verwaltungsvorschriften oder in Tarifverträgen oder in Schiedssprüchen festgelegt sind, Transportunternehmen aus anderen EU-Staaten zur Verfügung gestellt werden. Bei der Kabotage ändert sich, dass Transportunternehmen innerhalb von vier Tagen nach Ende einer Kabotage-Beförderung in einem Mitgliedsstaat keine weitere Fahrt mehr mit demselben Fahrzeug im selben Mitgliedstaat durchführen dürfen. In den Fahrzeugen müssen intelligente Fahrtenschreiber

vorhanden sein, der Einsatz der Lkw-Fahrer erfordert künftig deutlich mehr Planungsaufwand. Jeder Fahrer muss die Möglichkeit bekommen, innerhalb eines Zeitraums von vier aufeinander folgenden Wochen zu der im Mitgliedstaat der Niederlassung des Arbeitgebers gelegenen Betriebsstätte oder zu seinem Wohnsitz zurückzukehren, um dort mindestens eine wöchentliche Ruhezeit oder eine von mehr als 45 Stunden als Ausgleich für eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit zu verbringen. Neue Grundlage für CO2-Bewertung Unter der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft wurde die Eurovignetten-Richtlinie auf den Weg gebracht, die vom Zentralverband Spedition und Logistik positiv aufgenommen wird, weil der CO2-Bewertungsmaßstab auf eine neue Grundlage gestellt wurde. „Das ist erfreulich, aber wir fordern ganz klar, dass alle Zero-Emission-Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen von der Maut befreit werden“, betont Wolfgang Schneckenreither, Mitglied des ZV-Präsidiums. Das würde die Transportwirtschaft animieren, noch stärker in die Beschaffung von CO2-freien Fahrzeugen zu investieren und den definieren Klimazielen entgegenzukommen. 

Der neue Eurovignettenvorschlag sieht vor, dass Hybridfahrzeuge als Zero-Emission-Fahrzeuge gelten können, für Lkw von 3,5 bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht weiterhin Ausnahmen von der Mautpflicht bestehen könne oder die CO2-Bepreisung über eine fünfstufige Einteilung je Euro-Klasse erfolgt. Vorgesehen sind Abschläge von bis zu 75 Prozent der Kosten der schlechtesten Klassen. Die CO2- Bepreisung differenziert zudem bei den Infrastrukturkosten und externen Kosten. Und die Einteilung der Euro-Klassen bleibt weiterhin in einem noch zu definierenden Zeitraum bestehen. Zero-Emission- Fahrzeuge müssen von der Maut befreit werden. Wolfgang Schneckenreither ZV-Präsidumsmitglied.

Hier geht es zum vollständigen Branchenreport: Link

 

 

 

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