Handelsstreit und Brexit verunsichern Lufthansa Cargo
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Handelsstreit und Brexit verunsichern Lufthansa Cargo

©APA/AFP/DANIEL ROLAND

Frankfurt - Der Handelsstreit zwischen den USA und China und der drohende Brexit erschweren der Frachtflug-Gesellschaft Lufthansa Cargo die Planung für das laufende Jahr. "Bis jetzt haben wir keine klare Sicht darauf, wie sich 2019 entwickeln wird", sagte der Chef der Lufthansa-Tochter, Peter Gerber, ag in Frankfurt.

Noch wisse niemand, wie die Handelskonflikte und der innenpolitische Streit in den USA ausgingen. Das Gleiche gelte für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. In dieser Phase hielten sich Unternehmen mit Investitionen zurück. Gerber sieht aber Grund zur Hoffnung: Schließlich könnten alle diese Themen auch positiv ausgehen.

Voriges Jahr gelang es der Cargo-Tochter der AUA-Mutter Lufthansa trotz immer mehr Freiraum in den Frachträumen, ihren operativen Gewinn (bereinigtes EBIT) leicht auf 268 Mio. Euro zu steigern.

Damit sei dies das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens gewesen, so Finanzchef Martin Schmitt. Während die Frachtmengen nur um ein Prozent zulegten, zogen die Durchschnittserlöse um sieben Prozent an. Damit sei die Strategie aufgegangen, statt auf eine Steigerung der Frachtmengen verstärkt auf besser bezahlte Spezialfrachttransporte zu setzen, sagte der Manager.

Die jüngsten Rückgänge im Frachtgeschäft will das Management nicht überbewerten. Zwar sei der sehr große Boom der letzten beiden Jahre in der Luftfracht im Dezember zu Ende gegangen, sagte Gerber.

Allerdings könne es bei einer Auflösung der Unsicherheiten auch wieder aufwärts gehen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Weltluftfahrtverband IATA seine Wachstumsprognose für den weltweiten Luftfrachtmarkt für 2019 von 3,7 auf 2,0 Prozent gesenkt. Im Jänner lag das Aufkommen weltweit sogar 1,8 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Lufthansa Cargo und ihr Ableger Aerologic, der zur Hälfte der Deutschen Post DHL gehört, investieren unterdessen weiter in die Erneuerung ihrer Flugzeugflotten. Nach zwei Maschinen im vergangenen Jahr kommen 2019 zwei weitere Frachter vom Typ Boeing 777 hinzu. Zwei ältere Flieger vom Typ Boeing MD-11 werden im Gegenzug ausgemustert.

Außerdem soll das seit Jahren diskutierte und immer wieder verschobene neue Luftfrachtzentrum endlich Wirklichkeit werden.

Statt als Neubau entsteht das "LCC evo" innerhalb der bestehenden Gebäude. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2024 will Lufthansa Cargo laut Gerber rund 400 Mio. Euro in die Modernisierung der Anlagen investieren. (Schluss) sp/ln (APA/dpa-AFX)

 

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