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Italiens Frächterverband: "Tirol soll Transit-Verbote überdenken

©APA/dpa/PATRICK PLEUL

Innsbruck/Bozen/Rom - Der Präsident des italienischen Frächterverbands ANITA, Thomas Baumgartner, hat Tirol aufgerufen, seine Position in Sachen Transitverkehr und damit die Fahrverbote zu überdenken. Das Problem der Belastung durch die Abgase habe sich inzwischen stark reduziert, die CO2-Emissionen durch den Lkw-Verkehr sinke dank umweltfreundlicher Fahrzeuge immer mehr. "Das ganze System der Beschränkungen sollte überdacht werden", forderte Baumgartner im Gespräch mit der APA.  

Die Logistikbranche investiere stark in grüne Fahrzeuge. "Die Branche ist sehr an Wasserstoff-Lkw interessiert, die ab 2023 kommen sollen. In zehn Jahren werden alle Lkw grün mit Null-Emissionen sein. Deswegen muss Tirol schon einlenken. Das einzige Problem bleibt die Belastung der Infrastruktur, aber wir wollen gegenüber dem Privatverkehr nicht als Branche zweiter Klasse gelten", sagte der Südtiroler Baumgartner, Chef der Logistikgruppe Fercam, am Rande der Jahresversammlung des ANITA-Verbands in Neapel. 

"Wenn es zu einem Problem mit der Infrastruktur kommt, weil sie nicht ausreicht, müssen wir Frächter stehen bleiben. Dabei ist die Bedeutung der Warenmobilität so essenziell wie jene der Personen und der Touristen, denn sie ist für die Wirtschaft lebenswichtig", betonte Baumgartner. Der Brenner sei für Italien die "Nabelschnur", denn er verbinde das Land zu den mittel- und nordeuropäischen Märkten. Die Schiene allein genüge nicht. Auch der Straßenverkehr werde in den nächsten Jahren weiterhin relevant bleiben. 

Es sei "unverständlich", dass angesichts der belasteten Straßeninfrastruktur Tirol den Transit an Wochenenden und Feiertagen einschränke. "Wenn die Infrastruktur knapp wird, müsste sie 24 Woche und sieben Tage pro Woche offen sein und nicht reduziert werden, ansonsten konzentriert sich der Verkehr nur auf die Tagesstunden mit dem großen Pendlerverkehr", kritisierte Baumgartner. 

Die Transitfrage sei für Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) ein "Tabuthema", meinte Baumgartner. "Ich verstehe, dass Platter aus politischen Gründen keinen Schritt zurück machen kann. Es wäre jedoch an der Zeit, dass das ganze System aus Verboten und Beschränkungen überdacht wird", betonte Baumgartner.(Schluss) mit/ede/cri (APA).

 

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