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Keine Sorge um die Versorgung

(ZV-Branchenreport Seite 8)

©BLD-Online

Auch im Lockdown alles im Griff: Die Logistikbranche hat gezeigt, dass sie mit viel Einsatz und Flexibilität auch unter extremen Bedingungen Versorgung und Wirtschaftskreislauf aufrecht erhalten kann. Das große Learning aus der Krise: Um ihre Aufgabe zu erfüllen,braucht die Branche entsprechende Rahmenbedingungen. 

80 Kilometer Stau am Brenner und zwei Tage Wartezeit für die Lkw-Fahrer. Geschlossene Grenzen zu vielen Nachbarländern.„Aussteigen verboten“ für Fahrer an vielen Zielorten. Mit fast 290 Millionen transportierten Paketen ein neuer Österreich-Rekord.

Und das alles mit Maske und unter strengsten Hygienevorschriften – das Pandemie-Jahr 2020 war auch für die Logistikbranche eine echte Herausforderung. Diese hat sie, unter schwierigsten Bedingungen, bravourös gemeistert. Dennoch ist zu hoffen, dass sich eine solche Ausnahmesituation trotz steigender Infektionszahlen und möglicher neuer Corona-Varianten in den nächsten Monaten nicht wiederholen wird. Erfolgsrezept Flexibilität Aber was sind die wesentlichen Erkenntnisse aus der Coronakrise, was die Learnings?

Spürbar für alle Menschen war, dass trotz Lockdown die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten zu keiner Zeit gefährdet war. Mit Flexibilität, Pragmatismus, Improvisationsspirit und unglaublichem Einsatz konnten die Logistiker die Versorgung zu jedem Zeitpunkt aufrechterhalten – sogar bei dem zeitweise besonders begehrten WC Papier. Das wurde auch von den Österreicherinnen und Österreichern so wahrgenommen, wodurch die Bedeutung von Transport und Logistik stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt ist – endlich, wie man hinzufügen könnte. Denn zu den Helden der Krise zählen nicht nur Pfleger, Ärzte und Supermarktkassierer, sondern auch die Mitarbeiter von Paketdiensten, Lageristen, Disponenten, Fuhrparkverantwortliche und alle anderen in der Logistik  Beschäftigten. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben teilweise wirklich Übermenschliches geleistet“, bestätigt auch Alexander Friesz, Präsident des Zentralverbandes Spedition & Logistik.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Logistik haben bei der Versorgung der Bevölkerung und Wirtschaft mit allen notwendigen Gütern einen enormen Beitrag geleistet“, lobt auch Infrastrukturministerin Leonore Gewessler, „der hohe Stellen wert der Branche ist deutlicher als je zuvor“ (siehe auch Interview Seite 20–22). Dass sich niemand um die Versorgung echte Sorgen machen musste, lag auch daran, dass viele Spediteure und Logistiker schon seit Längerem strategischin die Digitalisierung ihrer Prozesse und Abläufe investiert haben. Dadurch konnten die

Betriebe schnell und flexibel auf den Lockdown reagieren und ihre Dienstleistung weiter aufrecht erhalten. Klar ist aber auch: In die Verbesserung der Prozesse, in die Automatisierung und die intensivere Nutzung von Daten muss weiter investiert werden. Denn die Digitalisierung verbessert nicht nur die Abläufe in den einzelnen Unternehmen, sondern macht in Summe auch den Wirtschaftsstandort Österreich widerstandsfähiger, Stichwort Resilienz. Die Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns haben das deutlich vor Augen geführt. Gute Kontakte zahlen sich aus Was die Krise auch deutlich gemacht hat: Tragfähige Kontakte sind in schwierigen Zeiten Gold wert. So konnte der Zentralverband Spedition & Logistik in enger Abstimmung mit den Entscheidern in Ministerien und Bundesländern mitwirken, dass Transporte auch an geschlossenen Grenzen abgefertigt wurden. „Zum Teil wurden eigene Fahrspuren für Lkw eingerichtet und das Wochenend-Fahrverbot zeitweise ausgesetzt“, sagt Oliver Wagner, Geschäftsführer des Zentralverbandes. Kein zufälliger Erfolg, sondern das Ergebnis jahrelanger konsequenter Arbeit des Zentralverbandes als unabhängige und verkehrsmittelneutrale Interessenvertretung. Deutlich geworden ist im vergangenen Jahr ein Problem, das die Branche schon seit Längerem beschäftigt: Mangel an Logistikflächen. Vor allem in Ballungsräumen wie Wien und dem Zentralraum Oberösterreich war das spürbar. Weil Geschäfte geschlossen waren, mussten Waren zwischengelagert werden, gleichzeitig explodierte das Paketvolumen durch den boomenden Onlinehandel, was die Lagerkapazitäten an die Grenzen brachte.

Druck bei Flächen Es ist daher eine ganz klare Forderung des Zentralverbandes, dass sich die systemrelevante Bedeutung der Logistik auch in den Flächenwidmungsplänen widerspiegeln muss. Anders ausgedrückt: Wer Versorgungssicherheit will, muss dafür auch entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. „Durch eine stärkere Dezentralisierung der Logistik durch zusätzliche Lagerflächen kann auch eine erhebliche CO2-Reduktion erzielt werden, da die Transportwege kürzer werden“, betont Alexander Friesz. Die ganz große Frage, die die geschlossenen Grenzen und die unterbrochenen Lieferketten aufgeworfen haben, ist aber eine industriepolitische:

Wie kann mehr Produktion wieder nach Europa zurückgeholt werden? Und vor allem: In welchen Branchen ist das sinnvoll? Gefordert sind hier natürlich auch die Unternehmen und deren Just-in- Time-Kultur, die sich in der Krise als extrem verletzlich erweisen haben. „Hier wird es sicher teilweise ein Umdenken geben müssen“, ist ZV-Präsident Friesz überzeugt. Doch ob weitere Digitalisierung und wieder mehr Industrieproduktion in Europa – am Ende geht es auch in der Logistik um Menschen und deren Einsatz. „Es war daher absolut richtig, während der Corona-Pandemie der Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Schutzmaßnahmen oberste Priorität einzuräumen“,so Alexander Friesz.

Hier geht es zum vollständigen Branchenreport: Link

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