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Kombiniert in die KLIMANEUTRALE Zukunft

(ZV-Branchenreport Seite 36)

©APA/Karlheinz Schindler

Die Verbindung von Schiene und Straße ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. Doch damit das wirklich funktioniert, braucht es einheitliche Standards. 

Die Verbindung der Verkehrsträger Schiene und Straße wird in Europa seit vielen Jahren mehr oder weniger erfolgreich praktiziert. Auf langen Strecken rollen die Güter auf der Schiene, in den Terminals an den Endpunkten übernimmt der Lkw die Verteilung in der Fläche. Beim kombinierten Verkehr wird unterschieden zwischen begleitetem und unbegleitetem Verkehr.

Bei Ersterem wird ein kompletter Lkw samt Ladung auf einen Bahnwaggon verladen und auf die Reise geschickt – mit dem politischen Ziel, die Straße vom steigenden Lkw-Verkehr zu entlasten. Unbegleitet fährt besser Beim unbegleiteten Verkehr werden nur Transportbehälter wie beispielsweise Container, Sattelauflieger oder Wechselbehälter auf die Bahn verladen. Das ist die wirtschaftlichere Form dieser Kombination, die in der Logistikbranche auch im großen Stil als probate Transportlösung akzeptiert ist. Betriebswirtschaftlich betrachtet rechnet sich die Kombination von Straße und Schiene bei Entfernungen ab. mindestens 300 Kilometern, weil die Transportkosten bei kürzeren Strecken auf der Schiene höher sind als beim reinen Straßentransport. Der Grund dafür: Handling und zusätzlicher Umschlag in den Terminals verursachen Kosten.Mehr Geld denn je Mitte Juni dieses Jahres hat Verkehrsministerin Leonore Gewessler bei einem Aktionstag den kombinierten Güterverkehr in Österreich als möglicherweise wichtigsten Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele hervorgehoben. Von 2021 bis 2026 investiert Österreich 17,5 Milliarden Euro in den Bahnausbau, und der kombinierte Verkehr wird davon im großen Stil profitieren, verspricht die Ministerin. So viel Geld wurde in Österreich noch nie in den Bahnbereich investiert.

Was die Logistikwirtschaft seit Jahren vehement fordert, wird von Gewessler bestätigt: Der Bahngüterverkehr muss in Europa so einfach werden wie der Lkw-Transport, sprich: ohne technische und betriebliche Barrieren an den Grenzen und im Rahmen einheitlicher operativer Standards. Dann wäre eine stärkere Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene für die Speditionswirtschaft erstrebenswert. 30 Millionen Gütertonnen werden pro Jahr im Kombi-Verkehr durch Österreich befördert. Von 1985 bis 2000 ist dessen Anteil um 235 Prozent gestiegen, der „normale“ Bahngüterverkehr konnte in der gleichen Zeit keine nennenswerten Steigerungen erzielen. Derzeit wird vom Ministerium ein neues Förderprogramm für den Kombi-Verkehr erarbeitet, das 2022 wirksam werden soll. Heuer fördert der Staat die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene mit 120 Millionen Euro. Das kommt sowohl dem Kombi-Verkehr als auch dem traditionellen Wagenladungsverkehr auf der Schiene zugute. Stärker in den Fokus rückt künftig die öffentliche Förderung von Anschlussbahnen. 

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