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Logistikterminal hilft Österreichs Wirtschaft aus der Krise

Logistikstandort als Arbeitsplatzmotor und Basis für Industrie, Handel und Gewerbe - Transkontinentale Breitspuranbindung nützt Wirtschaft und Umwelt

Präsident Friesz ©Lagermax

Einen großen Teil seines Wohlstandes generiert Österreich im Außenhandel. Dieser ist ein zentraler Faktor der heimischen Wirtschaft und ein wichtiger Konjunkturmotor, auch um aus der coronabedingten Wirtschaftskrise herauszukommen.

Wertschöpfende Infrastruktur ist die Basis für einen gut funktionierenden Handelsstandort.

Als Binnenland ohne direkten Zugang zu hochrangigen Verkehrsknotenpunkten ist eine transkontinentale Schienenanbindung an Asien Österreichs historische Chance, seine Position als Drehscheibe für Warenströme in Zentral- und Osteuropa auszubauen. Ein Terminal im Großraum Wien eröffnet neue Chancen und Möglichkeiten die Warenströme in Zukunft mitzugestalten und zu beeinflussen. Die Kosten wären geringer als jene für den Bau des Brenner-Basistunnels, die Potenziale für heimische Unternehmen durch internationale Betriebsansiedlungen in Österreich und neue Marktchancen in der Seidenstraßen-Region hingegen sehr groß.

„Ein moderner und grüner Güterterminal in Ostösterreich ist eine zukunftsweisende Investition in unseren Standort. Dieser würde unsere Industrie und unseren Außenhandel stärken und dem Land helfen, schneller und nachhaltig aus der Wirtschaftskrise herauszukommen“, so der Präsident des Zentralverbandes Spedition & Logistik, Alexander Friesz.

Jährliche Einsparung von 180.000 Tonnen CO2 & tausende Green Jobs

Gerade auf der transkontinentalen Langstrecke sei die Eisenbahn für den Gütertransport auch ökologisch sinnvoll. Der bereits veröffentlichte Umweltbericht zur Strecke und zum Terminal spricht eine klare Sprache. Durch den umweltfreundlichen Transport werden jährlich 180.000 Tonnen CO2 eingespart.

Laut einer Studie von Deloitte könnte darüber hinaus ein Terminal mit Hochschul- und Wirtschaftscluster bis zu 6.000 neue Arbeitsplätze schaffen (Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, 2019). Ein bedeutender Hebel, wenn man bedenkt, dass Österreichs Logistik nach der Bau-, Lebensmittel- und Maschinenbauindustrie an 4. Stelle der bedeutendsten Branchen liegt (Input-Output-Statistik Statistik Austria 2017).

Logistik ist krisensicher und systemrelevant

Die Logistikbranche ist trotz fortgeschrittener Digitalisierung weiterhin sehr personalintensiv. Die Covid-19 Pandemie zeigt gut, dass die Logistik nicht nur systemrelevant, sondern was die Arbeitsplätze betrifft auch sehr krisensicher ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen weisen AMS Statistiken seit dem Beginn der Coronakrise, für den Sektor Logistik eine hohe Stabilität auf. Im Bereich Kurier-, Express- und Paketdienstleister kommt es durch den boomenden Onlinehandel sogar zu nachhaltig steigendem Personalbedarf.

Alexander Friesz: „Österreich ist traditionell ein sehr starker Logistikstandort für Zentral- und Osteuropa. Wir wollen nicht Transit, sondern Wertschöpfung für die heimische Wirtschaft schaffen. Mit einem modernen, schienenangebundenen Logistikcluster könnte sich Österreich als starker Player im Handel mit Asien etablieren und das, ohne das Risiko einer infrastrukturellen oder finanziellen Abhängigkeit von China.“

Der Handel mit Asien würde auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zunehmend wichtiger werden. Österreich müsse sicherstellen, ein wertschöpfender Teil davon zu werden. „Wenn wir diese Gelegenheit nicht wahrnehmen, verspielen wir unseren wirtschaftlichen Einfluss und ernten wertlosen Transit“, mahnt Alexander Friesz abschließend.

11.000 Unternehmen des Österreichischen Logistik-Wertschöpfungskerns beschäftigen unmittelbar 160.000 Personen. Spediteure, Transport-Umschlag-Lager-Logistik-Anbieter und Logistik-Technologie-Anbieter schaffen einen direkten Umsatz in Höhe von 33,6 Mrd. Euro.

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