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Ohne Paketdienstleister wäre Österreich in Covid Krise stillgestanden

Zentralverband Spedition & Logistik zu RTR-Schlichtungs-Bericht 2020

Mag. Oliver Wagner ©Johannes Zinner

Bezugnehmend auf die kürzlich veröffentlichten Daten des Schlichtungsberichtes 2020 der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde (RTR), äußert sich Mag. Oliver Wagner, Geschäftsführer des Zentralverbandes Spedition & Logistik, der unabhängigen und verkehrsmittelneutralen Interessensvertretung der Branche: „Die aktuelle Situation zeigt eines ganz klar. Ein Paketaufkommen wie im Corona-Jahr 2020 hat es in Österreich noch nie gegeben. Die heimische Kurier-Express-Paketdienstbranche (KEP) ist ihrem Versorgungsauftrag auch während der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit vorbildlich nachgekommen. Ohne sie wäre Österreich im wahrsten Sinne des Wortes stillgestanden.

In Summe wurden in Österreich im Vorjahr 287,1 Mio. Pakete transportiert, um 41,2 Millionen oder 16,7 Prozent mehr als 2019. Im B2C-Geschäft gab es sogar einen Zuwachs von 31,1 Prozent.

Angesichts dieser Mengen ist die Anzahl der Schlichtungsfälle von insgesamt 612 äußerst gering, bzw. – wie die RTR in ihrem Bericht schreibt – „vernachlässigbar“. Von diesen behördlichen Schlichtungsfällen wurde wiederum die überwiegende Zahl (74%) positiv abgeschlossen. Es wurden trotz Pandemie täglich Höchstleistungen am absoluten Limit vollbracht.

Um Beschwerden oder Zustellproblemen effektiv nachgehen zu können, regt Wagner genaue Datenübermittlung an: „Es wird seitens der Paketdienstleister jeder Beschwerde einzeln nachgegangen. Wir ersuchen die Empfängerinnen und Empfänger möglichst konkrete Angaben zu ihrer Sendung zu machen; wie den KEP Dienstleister oder die Sendungs- bzw. Paketnummer zu nennen, damit die Nachverfolgungen rasch und problemlos möglich ist. Gleiches gilt auch für Schlichtungsfälle, denn der RTR Bericht zeigt, dass 49,41% der Verfahren – also fast jedes zweite – seitens der Behörde zurückgewiesen wird; meistens wegen fehlenden Verfahrensvoraussetzungen. Die ungelösten Probleme, die hier zurückbleiben, sind selbstverständlich nicht im Interesse der Kurier- Express- und Paketdienste

Der Zentralverband Spedition & Logistik unterstreicht darüber hinaus die Notwendigkeit des Dialoges mit Politik und Verwaltung: „Die COVID-Krise hat Prozesse, wie die Verlagerung vom stationären Handel zu eCommerce, deutlich beschleunigt. Dieser Trend wird anhalten. Daher ist die Politik gefordert, gemeinsam mit den KEP Dienstleistern die großen Themen wie „innovative Zustellkonzepte auf der letzten Meile“ und „Anreize für weitere Ökologisierung“ anzugehen, damit die heimische Wirtschaft und die Österreicherinnen und Österreicher nachhaltig davon profitieren können. Die Branche wünscht sich baldig konstruktive Gespräche“, so Wagner abschließend.

11.000 Unternehmen des Österreichischen Logistik-Wertschöpfungskerns beschäftigen unmittelbar 160.000 Personen. Spediteure, Transport-Umschlag-Lager-Logistik-Anbieter und Logistik-Technologie-Anbieter schaffen einen direkten Umsatz in Höhe von 33,6 Mrd. Euro.

APA-Presseaussendung

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