Toter Winkel" bei Lkw - Pilotprojekt noch bis Ende April
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Toter Winkel" bei Lkw - Pilotprojekt noch bis Ende April

©APA (dpa)/Silas Stein

Wien - Ein Pilotprojekt zur Ausstattung von Bussen und Lkw mit einem System von Rundum-Kameras, das vor Gefahren im "toten Winkel" warnt oder den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug überwacht, läuft noch bis Ende April, hieße es vom Verkehrsministerium auf APA-Anfrage. Das im Februar 2017 vorgestellte Projekt war vorerst auf ein Jahr angesetzt gewesen.

Das System der Firma Mobileye mit Hauptsitz in Israel besteht aus einer Frontkamera, die innen an der Windschutzscheibe angebracht ist, und Kameras an den Außenseiten des Fahrzeugs. Die Frontkamera erkennt Kennzeichen, misst den Fahrzeugabstand nach vorne und warnt vor Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder Fußgängern sowie vor dem Verlassen der Spur. Die Informationen werden sowohl in akustische als auch in optische Signale auf einer LED-Anzeige beim Fahrer umgewandelt. Die Kameras an der Seite dienen zur Erkennung von Gefahren im toten Winkel.

Die Livebilder der Kameras bekommt der Fahrer nicht zu sehen, auch gespeichert werden die Aufnahmen aus Datenschutzgründen nicht. Das System zeichnet allerdings die Warnungen an den Fahrer in Verbindung mit GPS-Daten auf.

Bei einem Termin im Oktober vergangenen Jahres wurde die Verlängerung mit den teilnehmenden Firmen und der TU Graz beschlossen. Es soll bei dem Projekt untersucht werden, ob es wie bisher zu einem weiteren Rückgang an Warnungen kommt und gegebenenfalls die Gründe dafür zu ermitteln. Das Institut für Fahrzeugsicherheit der TU führt die wissenschaftliche Auswertung des Projekts durch, wobei die ersten Zwischenergebnisse bei den teilnehmenden 15 Fahrzeugen sehr vielversprechend seien, hieß es aus dem Ministerium.

Klaus Robatsch, Leiter des Forschungsbereichs im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), befürwortete die Nachrüstung älterer Lkw-Modelle mit Abbiegeassistenten, gab aber zu Bedenken, dass dies den "toten Winkel" nicht auf null reduzieren könne. Ebenso ist nicht gesichert, dass ein solches Warnsystem aufgrund der Reaktionszeit des Fahrers die erwartete Effizienz bringen kann. Und eine der häufigsten Unfallursachen, die Ablenkung, ist natürlich auch bei derartigen Lkw-Unfällen einer der mitbestimmenden Faktor. 

Als zusätzliche Maßnahme empfahl Robatsch eine sogenannte vorgezogene Aufstellfläche zum Schutz von einspurigen Verkehrsteilnehmern an Kreuzungen. Fahrradfahrer, Moped und Motorradfahrer können sich hier vor dem restlichen Fließverkehr einordnen. Durch Vorziehen dieser Haltelinien gerät ein potenziell gefährdeter Zweiradfahrer für den Lkw-Fahrer automatisch in dessen Sichtbereich.

Zudem erinnerte der Verkehrssicherheitsexperte daran, dass man gemeinsam mit ÖAMTC und Wirtschaftskammer Wien (WKW) Volksschulkinder in einem Projekt für die Gefahren des "toten Winkels" sensibilisiert. Die Kurse sind in Theorie und Praxis gegliedert und erlaubt den Teilnehmern auch einen "Perspektivenwechsel", bei dem sei auch im selbst in einem Lkw-Führerhaus Platz nehmen können und so das eingeschränkte Blickfeld mit eigenen Augen wahrnehmen. (Schluss) pat (APA).

 

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