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Seefracht

09.03.2026

Containerbuchungen zur Straße von Hormuz brechen ein

Wien - Die Wirtschaft hat prompt auf den Iran-Krieg reagiert und ihre Lieferketten angepasst, geht aus den Schifffahrtsdaten von Dun Bradstreet hervor. Das Verhältnis von neuen Containerbuchungen zu Stornierungen ist innerhalb weniger Tage gekippt, teilte die Wirtschaftsauskunftei am Montag mit.

In den ersten drei Tagen des Angriffs der USA und Israels auf den Iran - 1. bis 3. März - brachen bei den Importen die Containerbuchungen gegenüber dem Vergleichszeitraum der Vorwoche um

59 Prozent auf 10.382 TEU (Standardcontainer) ein. Bei den Stornierungen war ein Anstieg um 364 Prozent auf 37.93 TEU zu verzeichnen. Die stornierten Importvolumina übertrafen die neu gebuchten um 265 Prozent. Vor allem am 3. März spitzte sich die Situation zu: So wurden an diesem Tag 21.762 TEU storniert, aber nur 1.915 TEU neu gebucht.

Rückläufige Buchungen seit Mitte Februar

Aber auch bei den Exporten zeichnet sich ein ähnliches Bild ab:

Bereits seit Mitte Februar sind hier die Buchungen rückläufig. Das rollierende Sieben-Tage-Volumen sank von 34.790 TEU Mitte Februar auf 19.863 TEU Anfang März. In den ersten drei März-Tagen gingen die Exportvolumina gegenüber dem Vergleichszeitraum der Vorwoche um 40 Prozent zurück, die Stornierungen nahmen um 56 Prozent zu. Und am 3.

März wurden 1.309 TEU storniert, aber nur 1.095 TEU neu gebucht.

Zwar sind die Störungen nicht auf einzelne Branchen begrenzt, davon betroffen sind aber vor allem der Großhandel (27,5 Prozent) und die Transportdienstleistungen (18 Prozent). Die Stornierungen betreffen Maschinen ebenso wie Fahrzeuge, Kunststoffe, Papier und Holzprodukte, Lebensmittel sowie Metalle und chemische Produkte.

Wobei vor allem Mikro- und Kleinunternehmen davon betroffen sind, teilte Dun Bradstreet weiters mit.

Bildtitel: Rückgang im Containerhandel durch Konflikte

Bildquelle: ChatGBT

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