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Luftfracht

24.03.2026

SAF-Testanlage in Leoben eröffnet

Leoben/Wien - Nachhaltige Flugtreibstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen, sogenannte "Sustainable Aviation Fuels" (SAF), sind Hoffnungsträger, wenn es um die Verringerung von CO2-Emissionen im Luftverkehr geht. An der Montanuniversität Leoben wurde am Montag eine Forschungsanlage für SAF eröffnet, mit der Prozesswege zur SAF-Herstellung erforscht und weiterentwickelt werden können. Ermöglicht wurde sie durch Mittel des Innovationsministeriums (BMIMI) und finanzieller Beteiligung der OMV.

Die neue SAF Miniplant am Gelände der Montanuniversität Leoben erstreckt sich über ein ganzes Universitätsgebäude. Damit sei sie in Größe und Form einzigartig in Europa, wie vonseiten des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur betont wurde. Mit ihr sollen verschiedene, mehrstufige Prozessketten zur Herstellung von SAF experimentell untersucht, weiterentwickelt und optimiert werden.

Hoffnungsträger mit Anlaufschwierigkeiten

Der globale Flugverkehr wird auf zwei bis drei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen geschätzt. Von SAF erhofft man sich, dass die CO2-Emissionen um mehr als 80 Prozent reduziert werden können.

Allerdings sind die Prozessketten zur Herstellung von SAF derzeit in vielen Bereichen noch nicht vollständig ausgereift: Die Effizienzen sind gering, die Produktionsmengen begrenzt und die Kosten gegenüber fossilem Kerosin deutlich höher. Hier setzt die neue Forschungsinfrastruktur der Montanuniversität Leoben an.

Als einen wesentlichen "Meilenstein in der Forschung für eine nachhaltige, klimaneutrale und leistbare Mobilität auch im Luftverkehr" bezeichnete Markus Lehner, der Leiter des Lehrstuhls für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes, die neue Anlage. "Sustainable Aviation Fuels oder SAF sind ein entscheidender Baustein für die Dekarbonisierung der modernen Luftfahrt", betonte auch Innovationsminister Peter Hanke (SPÖ) in seinen übermittelten Grußworten. Er war aufgrund der Sondersitzung des Nationalrates verhindert.

Die Errichtungskosten betrugen 2,4 Millionen Euro. Davon wurde das Projekt vom BMIMI über die FFG mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert, die andere Hälfte übernahm die OMV. "Unsere Partnerschaft mit der Montanuniversität Leoben ermöglicht es uns, neue Wege in der grundlegenden Kraftstoffforschung zu gehen", betonte Martijn van Koten, OMV Executive Vice President Fuels und Chemicals.

 

Bildtitel: Montanuniversität Leoben und Flugzeug bei Tageslicht

Bildquelle: ChatGBT

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