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Green Logistics

25.04.2016

UBA: Ab 2020 keine Diesel- und Benzinautos mehr verkaufen

Wien - Das zum ÖVP-geführten Landwirtschafts- und Umweltministerium gehörende Umweltbundesamt (UBA) lässt in einer Studie zur Energiewende mit ambitionierten Forderungen aufhorchen.

Schon ab dem nächsten Jahrzehnt sollen keine Benzin- und Dieselautos mehr verkauft werden, sondern nur mehr Stromfahrzeuge. Weiters wird eine CO2-Steuer verlangt.

Das Umweltbundesamt hat im Auftrag des Biomasseverbands, der IG Windkraft und von Save Energy ein "Szenario erneuerbare Energie" für die Jahre 2030 und 2050 erstellt. Mit allerlei, jedoch nicht ins Detail ausgeführten Maßnahmen sollen die Treibhausgasemissionen aus dem Einsatz fossiler Energieträger bis 2030 um 60 Prozent und bis

2050 um 90 Prozent gegenüber 2005 reduziert werden können. Der Energieverbrauch soll, verglichen mit 2010, bis 2030 um 20 Prozent sinken. Gleichzeitig soll der Anteil von erneuerbaren Energieträgern bis dahin auf 61 Prozent steigen, bis 2050 sogar auf 91 Prozent.

Der weitgehende Abschied von Kohle, Öl und Co. ist auch Kernpunkt des Pariser Klimaschutzabkommens: 195 Länder wollen die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter eindämmen. In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts soll der Netto-Treibhausgasausstoß auf null gebracht werden. Das kann laut Experten nur erreicht werden, wenn ab 2050 keine Kohle, kein Öl und kein Gas mehr verbrannt werden.

Daneben gibt es noch Vorgaben der EU: Der CO2-Ausstoß muss bis

2030 im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent sinken, der Erneuerbaren-Anteil bis 2030 auf 27 Prozent der Energieerzeugung steigen. Der Energieverbrauch soll vom Basisjahr 2014 bis 2030 um 27 Prozent reduziert werden. Wobei die einzelnen Mitgliedstaaten, je nach Ausgangssituation, individuelle Ziele zu erreichen haben.

Jürgen Schneider vom Umweltbundesamt rechnet damit, dass Österreich seine Treibhausgasemissionen im Bereich, der nicht wie einige Industriebranchen dem Handel mit Verschmutzungsrechten unterliegt, bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 40 Prozent reduzieren muss, wie er am Dienstag bei einer Pressekonferenz sagte. "In dem Bereich macht der Verkehr 45 Prozent aus." (APA)

© Google

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