Landverkehre Europa
17.02.2017
Brüssel stellt Verfahren gegen sektorale Fahrverbote ein
Brüssel - Die EU-Kommission hat das Vertragsverfahren wegen des Tiroler sektoralen Fahrverbots auf der Inntalautobahn (A12) eingestellt. Wie EU-Kommission in Brüssel mitteilte, hat Österreich die von der Kommission geforderten Gesetzesveränderungen im Oktober 2016 durchgeführt.
Im Juli 2016 hatte die EU-Kommission kritisiert, es bestehe das Risiko, dass das Fahrverbot in der Praxis den Transit und den Gütertransport beeinträchtige. Die EU-Kommission begrüße die von Österreich vorgenommenen Änderungen und könne daher das Verfahren schließen, erklärte sie.
Nach den im Oktober in Kraft getretenen Bestimmungen gilt das Fahrverbot zwischen Ampass und Langkampfen für Schwerfahrzeuge, die Güter wie Abfälle, Steine, Aushub, Rundholz, Stahl oder Fliesen transportieren. Tirol will mit dieser Maßnahme mittelfristig jährlich bis zu 200.000 Lkw-Ladungen von der Straße auf die Schiene verlagern. Das Verbot erfolgt schrittweise je nach Schadstoffklasse der Schwerfahrzeuge. Ausgenommen sind vorerst unbefristet Lkw der Euroklasse VI. (Schluss) tha (APA).