Landverkehre Europa
03.09.2019
Deutsche Autoindustrie sieht vor IAA keine Wachstumsimpulse
Frankfurt am Main - Die deutsche Automobilindustrie sieht unmittelbar vor Beginn der Internationalen Automobilausstellung (IAA) auf den wichtigen Märkten keine Wachstumsimpulse. "Der Automobilstandort Deutschland mit seiner hohen Exportquote steht vor erheblichen Herausforderungen", erklärte der Präsident des Deutschen Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, in Frankfurt.
Für das laufende Jahr gehe man von 81 Millionen weltweit verkauften Autos aus. Das wäre ein Rückgang um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, aber es wären immer noch 50 Prozent mehr als 2009.
Mattes verlangte eine nationale Industriestrategie in Deutschland mit geringeren Energieabgaben, niedrigeren Unternehmenssteuern und abgesenkten Sozialabgaben. Er erneuerte die VDA-Forderung nach einem schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die Kunden von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen zu überzeugen. Man wolle mit der Bundesregierung einen "Masterplan" für den Ausbau der Stromtankstellen erarbeiten. Das bisherige Netz reiche nicht aus. Nötig seien eine Million Ladepunkte im öffentlichen Raum, zusätzlich 100.000 Schnell-Ladepunkte und mehrere Millionen private Ladepunkte.
Premieren von Elektroautos stehen nach Mattes Worten im Mittelpunkt der IAA, die kommender Woche (12.September) in Frankfurt für die Fachbesucher geöffnet wird. Die IAA sei trotz zahlreicher Herstellerabsagen "das wichtigste Leit-Event der Mobilität der Zukunft". Die IAA wandle sich von einer Ausstellung zu einer umfassenden Plattform, auf der alle relevanten Akteure präsent seien. Neben der klassischen Autoschau bietet die IAA auf dem Frankfurter Messegelände zahlreiche Diskussionsveranstaltungen, Fahrerlebnisse und Karriere-Treffs. (Schluss) pat (APA/dpa).