Landverkehre Europa
04.02.2026
Heimische Logistikbranche bekommt eigene Strategie
Wien - Angesichts geopolitischer Entwicklungen hat Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) eine eigene Strategie für die heimische Logistikbranche angekündigt. Die Maßnahmen werden vom Infrastrukturministerium gemeinsam mit Fachleuten, Sozialpartnern und Interessenvertretungen erarbeitet, kündigte die Behörde am Montag an. Zentrale Herausforderungen sind demnach der ausgeprägte Fachkräftemangel, technologische Transformation durch Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit.
"Als Land im Herzen Europas kommt uns eine besondere Schlüsselrolle im Bereich der Wertschöpfungskette zu", betonte Hanke in einer Aussendung. Zehn Themenfelder von Ausbildung, Digitalisierung über Innovation bis hin zu Wertschöpfung und Sicherheit sollen den Kern dieser Strategie bilden. Die Umsetzung ist ab Juni 2026 geplant.
Sechstwichtigste Branche
Die Logistikbranche begrüßt den Schritt. "Dass die Logistik nun ausdrücklich als Standortfaktor in der Industriestrategie genannt und strategisch verankert ist, ist ein erster, sehr wichtiger Schritt für unsere Branche und den Wirtschaftsstandort", erklärte Alexander Friesz, Präsident des Zentralverbands Spedition Logistik, in einer Aussendung. Er fordert eine rasche Umsetzung konkreter Projekte, Prioritäten und von Zeitplänen.
Mit einem Beitrag von rund vier Prozent der gesamtösterreichischen Bruttowertschöpfung ist die Branche laut Ministerium die sechstwichtigste Österreichs. Mehr als 400.000 Beschäftigte zählt der logistiknahe Bereich.
Bildquelle: APA/THEMENBILD/HANS KLAUS TECHT
Bildtitel: Hanke: "Schlüsselrolle im Bereich der Wertschöpfungskette"