Landverkehre Europa
17.04.2019
Italiens Frächter fordern Steuer für ausländische Lkw
Bozen/Innsbruck - Nachdem Italien und Deutschland einmal mehr ihren Unmut über die Tiroler Lkw-Fahrverbote bekundet hatten, verschärft der italienische Frächterverband Conftrasporto den Druck auf die italienische Regierung für konkrete Maßnahmen gegen Tirols Verkehrspolitik. Paolo Uggè, Chef von Conftrasporto, forderte die Einführung einer Steuer für ausländische Lkw in Italien.
"Warum reagieren wir nicht auf Tirols Blockabfertigung mit einer Steuer für alle ausländischen Lkw, die über den Brenner hin- und herfahren?", fragte er in einer Presseaussendung. "Da Österreich trotz des Drucks von Italien, Deutschland und der EU auf die Lkw-Fahrverbote beharrt, sollten auch wir Italiener zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung eine Maut für all die ausländischen Lkw verlangen, die den Brenner überqueren", schrieb der Conftrasporto-Chef.
Uggé begrüßte den Protestbrief des italienischen Infrastrukturministers Danilo Toninelli und dessen deutschen Amtskollegen Andreas Scheuer (CSU) an EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc. "Wir begrüßen die Initiative, wir hoffen aber, dass all dies nicht nur Worte bleiben. Die Zeit der Worte ist zu Ende, jetzt muss man handeln", so Uggé. (Schluss) mit/ede/pro (APA).