Landverkehre Europa
14.03.2016
Neue digitale Vergabeplattform von ÖBB und Asfinag
Die ÖBB und die Asfinag präsentierten eine neue digitale Vergabeplattform namens Provia. Sie soll den Lieferanten mehr Transparenz und Effizienz bieten sowie die Vergabeabläufe beschleunigen. Die beiden alten Systeme werden abgelöst. Provia ist eine Eigenentwicklung der beiden staatlichen Infrastrukturanbieter und hat einen sechsstelligen Eurobetrag gekostet. Die Rechtssicherheit wird durch die digitale Signatur gewährleistet. Auf provia.at gibt es eine eigene Videoanleitung zur Handhabe, weniger digital versierte Personen können auch eine Hotline anrufen. Mit Provia soll es auch Kleinbetrieben erleichtert werden, an den Ausschreibungen von ÖBB und Asfinag teilzunehmen.
Obendrein dient Provia als interne Bestellplattform für die ÖBB-Bediensteten - vom Textmarker bis zur Dienstuniform.
provia.at wird nun schrittweise implementiert, die Arbeiten starteten bereits im Oktober. Auf dem Portal vergeben die ÖBB jährlich Aufträge von rund 2,5 Mrd. Euro, bei der Asfinag ist es eine Milliarde. Bei öffentlichen Aufträgen gilt seit 1. März das Bestbieter- anstatt des Billigbieterprinzipes, Asfinag und ÖBB waren hier Vorreiter und sind mit ihren bisherigen Erfahrungen sehr zufrieden. Einen Bietersturz, also dass die Platzhirschen plötzlich nicht mehr zum Zug gekommen seien, hat es laut Alexander Walcher, Chef der Asfinag BauManagement GmbH, nicht gegeben.
(APA)