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Landverkehre Europa

16.05.2018

Transit - Platter drängt Bayern bei BBT-Zulaufstrecken

Innsbruck - Tirols LH Günther Platter (ÖVP) macht in Sachen Bekämpfung des Transitverkehrs am Brenner weiter Druck auf Bayern, die nördlichen Zulaufstrecken zum Brennerbasistunel (BBT) in Angriff zu nehmen. "Die sollen gebaut werden. Es gibt entsprechende Verträge, an die man sich zu halten hat", erklärte Platter bei einer Pressekonferenz nach der Landesregierungsklausur in Innsbruck.

Die Verträge seien abgeschlossen worden, aber "nix ist passiert", kritisierte der Landeshauptmann den nördlichen Nachbarn scharf. Er gehe aber davon aus, dass Bayern beim kommenden, zweiten Brenner-Transit-Gipfel am 12. Juni Pläne für die Einschränkung des Transitverkehrs sowie den Bau der Zulaufstrecken vorlegen werde.

Indes machte Platter erneut klar, die begonnenen Lkw-Blockabfertigungen weiter fortführen zu wollen. "Wir wollen auch die Korridormaut von München bis Verona sowie eine Lkw-Obergenze", so der Landeshauptmann. Es sei das "absolute Ziel" der schwarz-grünen Landesregierung, den überbordenden Transitverkehr "massiv zu bekämpfen", denn: "So geht es nicht weiter." Zudem soll im Landtag ein Allparteien-Dringlichkeitsantrag beschlossen werden. 

"Noch mehr und schärfere Regeln" 

Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) verwies auf die laufende Evaluierung des Sektoralen Lkw-Fahrverbots. Die Ergebnisse würden im Laufe des Juni vorliegen. "Es braucht noch mehr und schärfere Regeln", kündigte sie an. Zudem beschloss Schwarz-Grün verstärkte Kontrollen des Straßengüterverkehrs. So sollen Stichprobenkontrollen zur Vermeidung von Abgasmanipulationen ("AdBlue Manipulationen") erfolgen. Auch die Klein-Lkw unter 3,5 Tonnen sollen mehrfach geprüft werden. Ziel Tirols für den Transitgipfel sei die Durchsetzung der erwähnten Korridormaut. (Schluss) tha (APA).

 

©APA (EXPA/Groder)/EXPA/ JOHANN GRODER

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