Landverkehre Europa
06.07.2023
Verkehrsinformation in Echtzeit durch Gemeinschaftsprojekt
Wien - Umfassende Verkehrsinformationen in Echtzeit soll das Projekt EVIS.AT bringen, das die Daten von mehr als 18 Organisationen, von Asfinag bis ÖAMTC sowie die Bundesländer und das Verkehrsministerium, zusammenführt. Sie werden in über 25 Mobilitäts- und Verkehrsinformations-Apps angeboten, berichtete die Asfinag am Donnerstag. Umfasst seien mehr als 12.000 Kilometer Straßennetz - Autobahnen und Schnellstraßen sowie die wichtigsten Landes- und Gemeindestraßen.
Die Infos "werden in Echtzeit übermittelt und bilden so auch die Basis für ein verkehrsträgerübergreifendes - also nicht 'nur' auf den individuellen Straßenverkehr beschränktes - Verkehrsmanagement", wurde betont. "Diese neuen Daten bilden eine wesentliche Grundlage für zukünftige betreiberübergreifende und in weiterem Schritt auch multimodale Verkehrsmanagementstrategien und tragen damit zu einer klimafreundlicheren Mobilität in Österreich bei", sagte Generalsekretär Herbert Kasser vom Verkehrsministerium. "Wir haben Verwaltungsgrenzen überwunden, um eine flächendeckende Verkehrsinformation in Echtzeit anzubieten", meint Asfinag-Vorstand Josef Fiala. "EVIS.AT ist ein gelungenes Modell für die Zusammenarbeit privater Organisationen mit der öffentlichen Hand. Für mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit im heimischen Verkehr", so ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold. "Kooperation ist die Voraussetzung für digitales Verkehrsmanagement und Entwicklung CO2-neutraler Mobilitätsstrategien der Zukunft", erläuterte Albert Kreiner, Präsident des Österreichischen Instituts für Verkehrsdateninfrastruktur.
Die Inhalte stehen Kundinnen und Kunden in allen Anwendungen zur Verfügung, von der Asfinag-App über den ÖAMTC, die Info-Kanäle der Bundesländer bis hin zu den Verkehrsverbünden. Über die Möglichkeit, die Daten bei Navi-Anbietern und Rundfunkanstalten einzubinden, laufen Gespräche, hieß es. Dahinter stehen mehr als 80 erfassende Standorte, die Baustellen und Verkehrsmeldungen monitoren. Daten aus über 3,5 Millionen Kilometern Fahrleistung von Fahrzeugen würden täglich anonymisiert in das System eingespeist. Etwa für Reisezeit-Berechnung und Erkennung von Staus bedeute dies "einen deutlichen Qualitätsschub". gl/sws (APA).