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Landverkehre Europa

07.02.2019

Zentralverband Spedition & Logistik begrüßt LKW Nacht-60er Abschaffung, fordert jedoch Tempo 80

Präsident Friesz: „Eine Erhöhung auf Tempo 80 wäre im Sinne der Feinstaubbelastung und des verminderten Unfallrisikos zielführend.“

Wien - Die Abschaffung des Nacht-60ers für LKW ist eine lange gehegte Forderung des Zentralverbands für Spedition & Logistik. Daher begrüßt die freiwillige und unabhängige Interessenvertretung die Entscheidung von Bundesminister Norbert Hofer einen „Nacht-70er“ für Lkw einzuführen grundsätzlich. In der StVO-Novelle ist vorgesehen, dass LKW über 7,5 Tonnen nachts künftig 70 km/h statt wie bisher 60 km/h fahren dürfen. „Der Nacht-60er stellt ein Sicherheitsrisiko für den fließenden Verkehr dar, daher ist die Entscheidung zur Abschaffung zwar ein richtiger Schritt.

Allerdings wäre eine Erhöhung auf Tempo 80 im Sinne der Feinstaubbelastung und des verminderten Unfallrisikos zielführender. Moderne LKW Motoren sind auf 80 km/h optimiert. Daher hoffen wir auf weitere Gespräche in diesem Sinne“, so Alexander Friesz, Präsident des Zentralverbandes.

Eine Ausnahme sollten selbstverständlich Baustellenbereiche darstellen, wo die Verkehrssicherheit niedrigere Geschwindigkeiten verlangt.

Eine im Jahr 2014 von der TU Wien durchgeführte Studie belegt, dass Tempo 60 nicht mehr zeitgemäß ist. Die Studie der TU-Wien zeigt überraschend deutlich, dass LKWs bei 80km/h signifikant weniger Schadstoffe, wie Feinstaub und Stickoxide (NOx) emittieren, als bei 60km/h. Hinzu kommt, dass es bei 60km/h durch den höheren Geschwindigkeitsunterschied, häufiger zu PKW-Auffahrunfällen kommt. Auch die Monotonie der Fahrer stellt ein Umfallrisiko dar. Die Ergebnisse wurden von den Studienautoren als gewichtige Gründe gewertet, den Nachtsechziger für LKWs auf Österreichs Autobahnen zu überdenken. (OTS).

Präsident Friesz (©Uckermann)

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