Seefracht
28.06.2017
Deutsche Invest erhält Zuschlag für Hafen von Thessaloniki
Athen - Das schuldengeplagte Griechenland kommt bei seinen Privatisierungen voran. Eine Investorengruppe unter deutscher Führung wird den zweitwichtigsten Hafen Griechenlands zu großen Teilen pachten. Der Hafen von Thessaloniki im Norden des Landes gilt als strategisch wichtige Drehscheibe für weite Teile des Balkans.
Das Konsortium wurde als der bevorzugte Investor benannt, teilte der griechische Privatisierungsfonds (Taiped) am Montag mit. Bei dem Geschäft sollen rund zwei Drittel des Hafens (67 Prozent) bis zum Jahr 2051 verpachtet werden. Der Preis soll nach Informationen griechischer Medien knapp 232 Mio. Euro betragen.
Am Konsortium sind nach Angaben des Privatisierungsfonds neben der Gesellschaft Deutsche Invest Equity Partners, die in München sitzt, die griechische Belterra Investments sowie die französisch geführte Terminal Link SAS beteiligt. Der völlig überschuldete Euro-Staat bekommt seit Jahren Hilfsgelder, die an Sparprogramme, Privatisierungen und Strukturreformen geknüpft sind. Athen hat sich verpflichtet, Privatisierungen zu beschleunigen. Unter anderem sind schon 14 Flughäfen verpachtet. (Schluss) pat (APA/ag.)