Seefracht
08.09.2017
Hapag-Lloyd nach Übernahme operativ in den schwarzen Zahlen
Düsseldorf/Hamburg - Die Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC und gestiegene Transportmengen haben Hapag-Lloyd Rückenwind verliehen.
Deutschlands größte Containerreederei schrieb im ersten Halbjahr operativ schwarze Zahlen, auch wenn unter dem Strich erneut ein Verlust anfiel, wie der Hamburger Konzern am Dienstag mitteilte.
"Wir konnten die Profitabilität deutlich steigern, und die Integration von UASC wird im dritten Quartal weitgehend abgeschlossen sein. Damit können wir schon sehr bald nach der Integration erste Synergien heben", betonte Konzernchef Rolf Habben.
Insgesamt erwarte er, dass die Fusion ab 2019 zu jährlichen Einsparungen von rund 360 Mio. Euro führen und ein Großteil dieser Einsparungen bereits im kommenden Jahr realisiert werde. Für 2017 kündigte der Manager ein operatives Ergebnis (Ebit) über dem des Vorjahres an. Konkrete Zahlen nannte er nicht.Im ersten Halbjahr stieg das Ebit auf 87,3 Mio. Euro nach einem Verlust von knapp 40 Millionen vor Jahresfrist.
Die Transportmenge legte um 14 Prozent auf 4,2 Mio. Euro zu; davon entfielen etwa 250.000 Euro auf die UASC-Gruppe, die seit 24. Mai konsolidiert wird. Netto reduzierte sich der Fehlbetrag um knapp 100 Mio. auf 46 Mio. Euro. Dabei hätten Einmalkosten im Zuge der erstmaligen Einbeziehung von UASC zu Buche geschlagen, erläuterte Hapaq. (Schluss) tha (APA/ag.)