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Seefracht

16.05.2018

Hapag-Lloyd rechnet nicht mit größeren Übernahmen

Hamburg - Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd erwartet nach den Zusammenschlüssen der vergangenen Jahre in der Schifffahrtsbranche vorerst keine größeren Übernahmen mehr. "Ich persönlich erwarte da keine großen Schritte mehr in 2018", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen in einem Interview.

Hapag-Lloyd selbst würde sich Gelegenheiten für Zukäufe immer ansehen. "Aber wir sind da nicht sehr aktiv unterwegs." Der Konzern war durch die Übernahme des arabischen Konkurrenten UASC zur weltweit fünftgrößten Containerreederei aufgestiegen. Die Fusion sorgte zu Jahresbeginn dafür, dass der Betriebsgewinn von 7,5 auf 53,7 Mio. Euro vor Jahresfrist sprang.

UASC wurde im Mai 2017 in den Konzernabschluss einbezogen. Daher sind die Zahlen des ersten Quartals kaum mit denen des Vorjahreszeitraums vergleichbar. Habben Jansen machte jedoch klar, dass Hapag-Lloyd auch auf vergleichbarer Basis besser abgeschnitten habe. Ihre durch Überkapazitäten verursachte Krise hat die Branche jedoch immer noch nicht ganz hinter sich. Die Frachtpreise erholen sich weiterhin nur langsam. Er gehe nach wie vor davon aus, dass sich die Preise gegen Ende des zweiten Quartals, Anfang des dritten Quartals erholen, sagte der Hapag-Lloyd-Chef. Damit werde das Ergebnis 2018 hauptsächlich im zweiten Halbjahr erzielt. Den Ausblick bekräftigte Habben Jansen. Demnach soll der Betriebsgewinn in diesem Jahr steigen.

Sorgen bereiten Hapag-Lloyd die steigenden Treibstoffpreise und der schwache Dollar. Diese Belastungen konnte der Konzern im ersten Quartal dank Kostenvorteilen aus dem Zusammenschluss mit der UASC wettmachen. Hapag-Lloyd arbeite immer noch daran, die in Aussicht gestellten Synergien voll auszuschöpfen. Ob die Synergien von jährlich 435 Mio. Euro am Ende höher ausfallen, wie Experten erwarten, soll sich zur Jahresmitte herausstellen. "Wir werden das Synergieziel jetzt noch nicht anheben", sagte Habben Jansen. (Schluss) cam/cs (APA/ag)

©BLD Online

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