Seefracht
03.06.2019
Maersk fuhr im ersten Quartal Millionenverlust ein
Kopenhagen - Der weltgrößte Schifffahrtskonzern Maersk macht sich zunehmend Sorgen wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China. Im ersten Quartal stieg zwar das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) gegenüber der Vorjahresperiode von 931 Mio. auf knapp 1,24 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro), unter dem Strich blieb aber Unternehmensangaben zufolge ein Verlust von 656 Mio. Dollar.
Im Jahr davor hatte der dänische Konzern noch einen Nettogewinn von rund 2,7 Mrd. Dollar erzielt. Dieser war damals jedoch stark vom Verkauf der Öl-Sparte beeinflusst gewesen, der 2,6 Mrd. Dollar in die Kassen von Maersk gespült hatte. Maersk-Chef Soeren Skou sprach von einem guten Start ins Jahr 2019. Der Umsatz habe sich um 2,5 Prozent auf 9,54 Mrd. Dollar erhöht.
Maersk will sich von einem Öl- und Reedereigiganten mehr zu einem Transport- und Logistikunternehmen entwickeln. Mit diesen Plänen gehe es voran, erklärte Skou. Das Unternehmen müsse aber mit verschiedenen Unsicherheiten klarkommen, darunter Handelsstreitigkeiten. Das Volumen des Handels über den Pazifik - also zwischen Asien und Nordamerika - habe im ersten Quartal Zeichen des Rückgangs gezeigt. Neue Zölle könnten laut Skou das erwartete Wachstum beim globalen Container-Volumen um bis zu einen Prozentpunkt verringern. (Schluss) pat (APA/dpa.)