Seefracht
11.06.2019
Niederwasser bremste Güterverkehr auf der Donau
Wien - Eine außergewöhnliche Trockenperoide führte in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu deutlich niedrigeren Pegelwasserständen als im Vorjahr. Dies bewirkte einen Rückgang der beladenen Schiffe und deren durchschnittlichen Auslastungsgrades. Weiters reduzierte sich der Beitrag der Donau zum verkehrsübergreifenden Gesamttransportaufkommen. Keine gravierenden Veränderungen verzeichnete der Personenverkehr.
Der durchschnittliche Tagesmittelwert des Pegels Wildungsmauer lag 2018 mit 236 cm um 27 cm unter dem des Vorjahres. Als Folge davon wurde ein Rückgang der beladenen Fahrten um 14,7 Prozent registriert, gleichzeitig lag der durchschnittliche Auslastungsgrad der Schiffe bei 55,5 statt 61,4 Prozent im Vorjahr.
Aufgrund des ausgeprägten Niederwassers, reduzierte sich auch der Beitrag der Donau am verkehrsträgerübergreifenden Gesamttransportaufkommen von 10 auf 8 Prozent, und das obwohl insgesamt ein Anstieg des Güterverkehrs innerhalb des österreichischen Donaukorridors um 3,4 Prozent gemessen wurde.
Im Bereich des Personenschiffverkehrs hatte der niedrige Wasserstand keine gravierenden Auswirkungen. Lediglich die Tragflügelboote, die zwischen Wien und Bratislava verkehren, verzeichneten aufgrund des Niederwassers einen signifikanten Rückgang um 80,4 Prozent auf 3.627 Fahrgäste. Insgesamt wird dies durch eine Zunahme der Flusskreuzfahrten um 3,3 Prozent auf 465.000 beförderte Passagierinnen und Passagiere und einen Ausbau der Beförderungskapazitäten ausgeglichen. (Schluss) wifm1/stf (APA).