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Supply Chain Management

28.09.2016

Smartphone erkennt Verkehrsmittel automatisch

Wien - Smartphones "wissen" bereits sehr viel über ihre Nutzer. Eine vom Austrian Institute of Technology (AIT) entwickelte Software erkennt nun auch, wie wir uns fortbewegen - also zu Fuß, mit Auto, Bus oder Bim. Dadurch könnten künftig etwa Öffi-Tickets automatisch abgerechnet werden. Die Innovation wird auf der internationalen Verkehrstechnikmesse "InnoTrans" (bis 23. September) in Berlin vorgestellt.

"Die Software kann in verschiedene Smartphone-Apps integriert werden und unterscheidet automatisch zwischen acht verschiedenen Verkehrsmitteln", erklärt der zuständige Projektleiter Markus Ray gegenüber der APA. So könnten detaillierte und zuverlässige Informationen über die zurückgelegten Wegstrecken zu Fuß, per Fahrrad, Motorrad, Auto, Bus, Straßenbahn, U-Bahn sowie Eisenbahn gewonnen werden. Die Anwendung starte automatisch, "der Anwender muss gar nichts machen".

Ein mögliches Einsatzgebiet ist automatisiertes E-Ticketing:

"Eine App stellt im Hintergrund fest, welches Verkehrsmittel ich auf welche Weise nutze und führt darauf basierend die Verrechnung durch", so Ray. Auch bei der Erhebung von Bewegungsdaten in der Mobilitätsforschung würde die Software gute Dienste leisten:

"Derzeit werden noch Fragebögen an Probanden ausgeschickt, um zu protokollieren, wann sie mit welchem Verkehrsmittel wohin fahren.

Wir haben das jetzt auf das Smartphone gebracht." Denkbar seien auch Reisetagebücher und Mobilitätsprofile inklusive CO2-Fußabdruck.

Derzeit nur Android-Version verfügbar:

Aufgezeichnet werden von der "Travel Mode Identification"

genannten Software diverse Sensordaten des Smartphones - vor allem

Beschleunigungs- und Lokalisierungsdaten. Die Analyse und Feststellung des Reisemodus findet dann am Server des Anbieters statt, um den Handy-Akku zu schonen. Derzeit gibt es nur eine Android-Version. Ein Angebot für Apple-Geräte ist in Planung. Das AIT selbst stellt die Technologie in Form von Software-Bibliotheken zur Verfügung. Systemintegratoren und App-Entwickler können diese dann einbinden, um bestimmte Anwendungsbereiche abzudecken.

Im Rahmen der Entwicklung des vom Infrastrukturministerium und der Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützten Projekts haben laut Ray mehrere hundert Probanden manuell die zurückgelegten Wege und das jeweilige Verkehrsmittel aufgezeichnet. Das wurde mit den Sensordaten abgeglichen. Herausgekommen sind Modelle, mit denen anhand einer Vielzahl von Kriterien eine Klassifikation durchgeführt werden kann. (APA)

 

©AIT

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